UNSERE FORDERUNGEN

FÜR HEIDELBERG

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Was wir im Detail fordern

Heidelberg ist eine der schönsten Städte Deutschlands. Wir wollen diese lebenswerte Stadt noch attraktiver, gesünder, sicherer und klimafreundlicher machen. Dafür benötigen wir bessere Wege für Menschen, die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind. Auf geschützten und ausreichend breiten Wegen sollen sich auch Kinder und ältere Menschen mit gutem Gefühl fortbewegen können. Die zahlreichen Radfahrenden sollen in ganz Heidelberg auf einem durchgängigen, sicheren und komfortablen Radrouten-Netz ihre Ziele zügig erreichen. Stadtteil-Zentren sind so umgestaltet, dass sie kurze Wege mit dem Rad oder zu Fuß priorisieren. Oberstes Ziel der Verkehrsstrategie ist die “Vision Zero”: keine Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr. Mit diesem Bürgerentscheid wollen wir die Stadt Heidelberg zum Handeln auffordern. Heute. Hier. Jetzt. Unterstütze uns mit Deiner Unterschrift!

Soll die Stadt Heidelberg die folgenden verkehrspolitischen Forderungen umsetzen?

Mit einem Klick auf eine Forderung erfährst du mehr darüber. Probier es aus!

1. Durchgängiges und sicheres Netz für den Alltags-Radverkehr ausbauen

Die Stadt Heidelberg plant bis Mitte 2022 ein engmaschiges Netz aus Rad-Routen. Diese sind mindestens 2,3 m breit, mit 30 km/h befahrbar, baulich vom Fuß-und Auto-Verkehr getrennt und halten mindestens 80 cm markierten Sicherheitsabstand zu parkenden Autos ein, um Unfälle durch unachtsam geöffnete Türen zu vermeiden (Dooring-Unfälle). Sie sind durchgängig farbig und glatt asphaltiert, beleuchtet und frei von Schlaglöchern. An Kreuzungen und Einmündungen sind sie auf Fahrbahn-Niveau abgesenkt.

Die äußeren Stadtteile Heidelbergs sind über qualitativ hochwertige Rad-Routen angeschlossen. Wichtig sind durchgehende, umwegfreie und vorfahrtsberechtigte Nord-Süd und Ost-West-Routen.

Auf Radwegen an Pendel-Routen werden E-Bikes mit Nummernschild (S-Pedelecs) mit angepasster Geschwindigkeit zugelassen.

Ab 2022 sind jährlich 10 km des Netzes auf diesen Standard zu bringen. Dazu zieht die Stadt auch eine Umwidmung von Auto-Parkplätzen und Kfz-Spuren in Betracht, um keine weiteren Grünflächen zu versiegeln.


2. Gefährliche Kreuzungen sicherer machen

Die Stadt Heidelberg beugt Rechtsabbiege-Unfällen vor, indem sie pro Jahr drei der gefährlichsten Kreuzungen nach dem niederländischen Konzept der „Protected Intersection“ zu geschützten Kreuzungen mit klaren Sichtbeziehungen umbaut. Nach einem schweren Radunfall muss eine Kreuzung innerhalb von sechs Monaten umgebaut werden, wenn die Verkehrsführung zu den Unfallursachen zählt.


3. Grüne Welle für das Rad und fußgängerfreundliche Ampeln einrichten

Die Stadt Heidelberg führt auf zwei Rad-Routen einen Modellversuch zur grünen Welle für Radfahrende durch. Diese sollen als Ost-West- und Nord-Süd-Tangente verlaufen und mindestens drei Stadtteile miteinander verbinden. Kreuzungen sollen auch für den Fußverkehr ohne Zwischenstopp überquert werden können.


4. Radwege pflegen und räumen

Die Stadt Heidelberg befreit die Radverkehrsanlagen konsequent von Verschmutzungen, Schnee und Hindernissen. Schul-Radwege und Rad-Schnellwege werden vorrangig von Schnee geräumt. Im Fall von Baustellen richtet die Stadt auch für den Radverkehr Umleitungen ein.


5. Verkehrsberuhigte Stadtteile und Quartiere schaffen

Die Stadt Heidelberg richtet bis 2030 in jedem Stadtteil mindestens einen verkehrsberuhigten oder autofreien Bereich zusätzlich ein. Dieser bietet eine hohe Aufenthaltsqualität, z.B. durch Grünflächen, Sitzgelegenheiten und gastronomische Außenbereiche. Hierfür wird jährlich mindestens eine Fläche von 2.500 Quadratmetern umgewidmet, die zuvor dem Autoverkehr zur Verfügung stand. Poller unterbinden dabei den Durchgangsverkehr durch Wohngebiete und bieten schnelle Lösungen.


6. Sichere und saubere Familien-Mobilität fördern

Die Stadt Heidelberg richtet bis 2025 vor Kindertagesstätten, Kindergärten und Grundschulen Halteverbotszonen und Tages-Abstellplätze ein, die ausreichend Platz für Radanhänger oder Lastenräder bieten. Kinder und Jugendliche sollen Einrichtungen wie Schulen und Sportplätze komfortabel und sicher erreichen können. Dafür werden konsequent autofreie Zonen eingerichtet.

Ab 2022 stellt die Stadt Heidelberg in jedem Heidelberger Stadtteil mindestens fünf Leih-Lastenräder pro 10.000 Menschen zur Verfügung.

Mit einem Budget von mindestens 50.000 € jährlich wird die Nutzung des Fahrrades für Wege zur Arbeit, zur Schule sowie zum Transport von Lasten und Personen beworben.

Familien bietet die Stadt zur Geburt des ersten Kindes eine Mobilitäts-Beratung an.


7. Bis 2030 8.000 sichere Fahrradabstellplätze einrichten

Die Stadt Heidelberg schafft bis 2030 jährlich 800 Fahrradstellplätze im öffentlichen Raum. Diese entstehen auf Flächen, die bisher Autos zur Verfügung stehen. Bei der Planung können sich Anwohnende und örtliche Gewerbetreibende beteiligen. 50 Prozent dieser Stellplätze bieten Schutz vor Witterung und Diebstahl, 20 Prozent bieten ausreichend Raum für Fahrradanhänger und Lastenräder. An größeren Stationen gibt es die Möglichkeit, E-Bikes aufzuladen.

Außerdem werden im gleichen Zeitraum jährlich 200 weitere Fahrrad- und Lastenrad-Abstellplätze durch Umwidmung von Parkhaus-Flächen eingerichtet.


8. Maßnahmen unverzüglich und transparent umsetzen

Die Stadt Heidelberg schafft die organisatorischen und personellen Voraussetzungen dafür, dass die vorliegenden Forderungen fristgemäß umgesetzt werden können. Sie veröffentlicht halbjährlich einen schriftlichen Bericht über den Umsetzungsstand der Forderungen sowie über die Verteilung von Fläche und Ausgaben nach den verschiedenen Verkehrsmitteln. Dieser wird in Bürgerforen und Gremien diskutiert.

Die Stadt richtet per Smartphone-App und Homepage ein Online-Register für Bürger:innen ein, um Mängel und Gefahrenstellen schnell und einfach zu melden. Sie bezieht online zeitnah Stellung zur Meldung und beseitigt den Mangel innerhalb von sechs Monaten.